Beziehung meistern


Kannst du gut in deiner Autonomie sein, indem du Grenzen setzt?

Kannst du sagen, was dir wichtig ist?

Kannst du „Nein“ sagen?

Kannst du deine Bedürfnisse äußern?

Hast du keine Angst vor Konflikten?

Kannst du dich auf deinen Partner einlassen?

Kannst du Nähe herstellen?

Kannst du eine gewisse Abhängigkeit zulassen?

 

Autonomie und Nähe

 

Wenn  Beides ausgeglichen ist, wir also Autonomie und Nähe in  gleichem Maße leben können, haben wir gute Chancen eine Beziehung gut meistern zu können. Wir pendeln  dann von der Autonomie zur Nähe und von der Nähe zur Autonomie.

 

Wenn wir z.B. mit unserem Partner kuscheln, können wir das nicht 4 Tage am Stück. Wir kuscheln bis wir merken, jetzt ist wieder etwas anderes dran, wie duschen gehen und dann arbeiten, um später wieder zusammen zu kommen und wieder Nähe herzustellen.

 

 

Frühe Bindungserfahrungen beeinflussen unsere Beziehungen

 

Durch unsere frühen Bindungserfahrungen kann es aber sein, dass du entweder keine gute Erfahrung mit deinem Wunsch nach Autonomie gemacht hast, wenn deine Mutter z.B: nicht ausgehalten hat, wenn du selbständiger werden wolltest oder deine eigene Meinung über den „rosa Rock mit lila Tüll“ nicht akzeptiert wurde.

 

Oder dein Wunsch nach Nähe wurde verletzt, wenn deine Eltern z.B. keine Zeit für dich hatten oder deine Nähe als nervend empfunden haben.

 

Dann kommt die Balance von Autonomie und Nähe aus dem Gleichgewicht und wir können  dadurch Probleme in unseren späteren  Beziehungen bekommen.

 

Du kannst dich ja selber mal fragen, für was du dich früher entscheiden hast: Für die Beziehung  oder für deine Würde? Die Antwort muss nicht immer ganz klar sein, aber du kannst doch bestimmt eine  Tendenz in eine Richtung feststellen!?

 

Hast du dich für die Würde entschieden, hast du dich aus der Verbindung getrennt und dich entschieden, nicht mehr zu nah kommen zu wollen, weil du dann nicht mehr du selber sein kannst. Oder aber , dass dich keiner mehr verletzen kann. Diese Entscheidung hast du mit in dein Erwachsenenleben genommen und das Problem könnte heute sein, dass du keine Nähe mehr zulassen kannst. Im Extremfall wäre das der Narzisst.

 

Hast du dich für die Beziehung entschieden, hast du alles getan, um die Beziehung zu erhalten und dich dafür in der Beziehung verloren bzw. aufgegeben. Du kommst quasi nicht wirklich vor. Das Problem heute in deiner Beziehung könnte sein, dass du in der Beziehung nicht da bist, weil du

 

  • versuchst es allen Recht zu machen
  • ständig an dir zweifelst und dich in Frage stellst
  • In Beziehung immer wieder an Menschen gerätst, die egoistisch sind und dich nicht im Blick haben
  • wenn du mal eine Grenze setzt, du dir gleich sehr egoistisch vorkommst
  • andere immer wieder fragst, was du tun sollst und sehr viel Bestätigung für deine Entscheidungen suchst
  • wenn deine Grenzen stark überstrapaziert werden, du darauf mit Wut reagierst (ist aber auch ein Zeichen der Gesundung)
  • Schwierigkeiten hast zu nehmen; du gibst lieber
  •  in allen das Gute siehst und jeden verstehst
  • weil du scheinbar extrem gut verzeihen kannst
  •  du ungerne alleine bist
  •  chronisch versuchst, andere zu ändern

Das sind natürlich auch alles sehr gute Eigenschaften. Hier geht es darum, dass diese Eigenschaften ungesund  sind, wenn dies  im  Übermaß geschieht. Im Extremfall spricht man hier von Co-Abhängigkeit.

 

Möchtest du Nähe und Autonomie in deiner Beziehung wieder in einen  größeres Gleichgewicht bringen, oder hast du  festgestellt, dass du in  deinen Beziehungen eher zu Co-abhängigem Verhalten neigst und möchtest das ändern ?

 

Dann sprich mich gerne an.